Geologie des Csaterbergs

Holzopal
Holzopal
Steinmuseum
"Bodenprobe"

 

GEOLOGIE:

Aufbau:

Granit und Glimmerschiefer, eingesprengt Gemeiner Serpentin; darauf gebaut Kalkgestein, der von Ton, Lehm und Schwemmsand überdeckt ist.

Im Ton eingelagert: Quarz in Drusen, Opal (Ton- und Milchopal), Holzopal (Härtegrad bis 8) von einstigen Mondsamengewächsen – Eiche und Liane (ausgestorben), Fossiler Muockelkalkstein und Süßwasseropale in allen Ausprägungen.

 

Beitrag zur Geologie der Csaterberge (von Stefan Raimann)

Fundparadies:

Was den Weinbauern seit Jahrhunderten die Bodenbearbeitung erschwert, bietet Wissenschaftlern und Hobbysammlern ein hochinteressantes "Fundparadies" von ca. 1 km² Ausdehnung. Bis zum heutigen Tag kann aber bezüglich der Entstehung und des Alters der Opaldecke, welche eine Mächtigkeit von einigen Metern erreicht, selbst von Fachleuten keine befriedigende Antwort gegeben werden. Mit Sicherheit kann nur gesagt werden, dass zur Entstehung eines solchen Gesteins große Mengen konzentrierter Kieselsäure vorhanden gewesen sein müssen. Das Alter kann nur schätzungsweise mit ca. 5 Millionen Jahren angegeben werden.

 

Wertvolle Funde:

Zu den wissenschaftlich wertvollsten Funden zählen die vielfältigen opalisierten Hölzer. Bei den meisten Hölzern dürfte es sich wohl um versteinertes Eichenholz handeln, dem nicht nur eine paläobotanische, sondern auch eine historische Bedeutung zukommt. Versteinerte Hölzer wurden in diesem Gebiet nämlich schon vor 400 Jahren von dem großen Botaniker Carolus Clusius aufgesammelt und in seinem Werk "Rariorum plantarum historia" (erschienen 1601 in Antwerpen) als Zerreiche (Quercus cerris) beschrieben. Die erste genaue Bestimmung eines Lithoxylons (versteinerten Holzes) in "Österreich" (damals Ungarn) ist auf Clusius zurückzuführen. Einzelne Holzopale von dichter Konsistenz eignen sich vorzüglich für den Cabochonschliff und stellen in Gold oder Silber zu Schmuckstücken gefasst kostbare Unikate mit einem "Stück paläontologischen Burgenlandes" dar. Unschwer sind im Opal an tierischen Versteinerungen verschiedene Schneckensteinkerne zu finden. Einige in der Opalschicht gesammelte Knochenfragmente konnten einem elefantenähnlichen Rüsseltier zugewiesen werden (Dinotherium oder Mastodon). Weiters sind auf den Csaterbergen als Seltenheiten grüner Süßwasseropal, Dendritenopal, schön gezeichneter Landschaftsjaspis, Feueropal und als Neufund Glasopal (Hyalit) auffindbar.

 

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